Unser Selbstverständnis

Unser Selbstverständnis entspricht in großen Teilen dem "Erlebnispädagogischen Grundverständnis", das vom Konzeptteam der ZQ Erlebnispädagogik 2009 formuliert wurde.
Als verantwortliche Jugendbildungsstätte für die Handlungsfelder Klettern und Bergwandern versuchen wir die Grundsätze dieses erlebnispädagogischen Grundverständnisses zu leben und auch in anderen Angeboten umzusetzen.
 
 
 
 
 
2735Ziele

Ziel unserer Arbeit ist die Bildung der Person durch zielgerichtetes ganzheitliches und erlebnisorientiertes Lernen in Gruppen, natürlicher Umgebung und durch natursportliche Tätigkeiten vor allem im alpinen Feld. Wir gehen dabei partizipativ, beziehungsorientiert, pädagogisch reflektiert, fachsportlich kompetent und mit der Perspektive der Umweltbildung vor. 



 
 
 
Fokus
Fokus der Arbeit ist die Person. Auch wenn unsere Angebote sich an Gruppen richten, haben wir den einzelnen Menschen im Blick. Ziel ist, ihm Lern-, Entwicklungs- und Bildungsgelegenheiten zu bieten. Eine förderliche Gruppendynamik gewährleistet individuelles Lernen auch in Bezug auf Sozialkompetenzen in Gruppen.
 

Bildungsverständnis

Ein gebildeter Mensch ist sich der Hintergründe seiner Tätigkeit bewusst: Als Sportler kennt er die Geschichte seines Sports; als Naturaufsucher weiß er um ökologische Zusammenhänge und er kennt grundlegende kulturgeschichtliche Hintergründe der Orte, die er aufsucht. Im sozialen Austausch ist er sich bewusst, dass Individuen Prozesse beeinflussen und nicht nur von ihnen beeinflusst werden und schätzt nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Weg dorthin. Als Mensch genießt er die Idee lebenslangen Lernens und erkennt die Notwendigkeit, dadurch seine individuelle Handlungsfähigkeit für eine komplexe Welt zu stärken. Ein gebildeter Mensch kann sowohl persönliche Ziele verfolgen wie gesellschaftsbezogen empfinden und handeln. Er ist begeisterungsfähig, neugierig, konfliktfähig und authentisch. 

 
Zielgerichtetheit

Unsere Programme und Angebote werden mit Beteiligten und Auftraggebern gemeinsam gestaltet. Im Vordergrund stehen Lernchancen und Erfolge der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, nicht die Sollerfüllung. Die Gruppenleitung muss gleichsam gut planen und improvisieren können. Das Maß der Herausforderung ist selbst gewählt. Mutproben und Härterituale sind verzichtbar, Humor nicht. Begegnung und sanfte Methoden machen mehr Sinn und erzeugen meist nachhaltigere Erlebnisse als die Verlängerung der Abseilstrecke um 10 weitere Meter oder die Durchführung von drei Übungen in der Zeit von einer. 

Ganzheitliches und erlebnisorientiertes Lernen

Eigenes Handeln beinhaltet kognitive und emotionale Aspekte und birgt die größte Verarbeitungstiefe. Durch eigenes Tun zu Ergebnissen zu gelangen ist eine Grundvoraussetzung, um Selbstwirksamkeit zu erlangen. Sich selbst wirksam zu fühlen ist eine Basis für Selbstvertrauen und Identität. Ein gegenüber „Alltagssituationen“ hervorgehobenes Erleben bildet einen Erinnerungskern des Erlernten und gleichzeitig Reflexionsmaterial für weiteres Lernen. 



 

Natürliche Umgebung

Aufenthalte in natürlicher Umgebung sind unser Rahmen für ganzheitliches erlebnisorientiertes Lernen. Wir halten Aufenthalte in Natur für so wichtig und legitim wie den Zugang zu sauberem Wasser und sauberer Luft: Natur ist die zentrale Lehrmeisterin für Menschen und ihm quasi „alles“: Schutz, Nahrung, Herausforderung, Barriere, unerwartete Dynamik, Bedrohung, Beruhigung. Naturaufenthalte haben empirisch gesicherte förderliche psychische Wirkungen und förderliche Wirkungen auf ökologische Einstellungen. Unsere Angebote sollen sowohl ein emotional positiv besetztes Verhältnis zur Natur entwickeln, als auch das Wissen um unsere lebensnotwendigen Ressourcen weitergeben.

Freies sich bewegen in freier Natur

Wir bewegen uns in freier Natur, weil es uns um die Wirkung der vom Menschen nicht gestalteten, „wilden“ Natur geht, der wir uns aussetzen. Vorgegebene pädagogisch gestaltete Räume sind nicht unser Tätigkeitsfeld. Daher gestalten wir selbst Räume nur für kurze Zeit und nur soweit nötig, für ein Spiel oder ein Biwak. Unsere Spuren sollen flüchtig sein, aber was wir mitnehmen wollen, sind bleibende Eindrücke und Erinnerungen. Am Ende ist auch der Mensch ein Teil der Natur: Insesonders junge Menschen sollen die Erfahrung machen können, sich in freier Natur frei zu bewegen und zu verhalten und so eigenverantwortliche Entscheidungen zu lernen.